Wärmerückgewinnung

Alles rund um das Passivhaus

Wärmeverluste und Wärmegewinne

Die Darstellung gibt die Antwort, dass das sog. "Wunder" mit einer Wärmestrombilanz zu begründen ist.

Situation bei einem Niedrigenergiehaus: Heizenergie-Verluste entstehen bei der Lüftung und bei der Transmission durch die Gebäudehülle einschließlich der Fenster. Auf der Gewinnseite sieht man aber, dass nur etwas mehr als die Hälfte dieser Verluste durch die aktive Heizung ausgeglichen werden muss. Auch ein Niedrigenergiehaus verfügt noch über eine Reihe von weiteren Wärmequellen:


- Mehr als 10% der Wärmeenergie wird durch die internen Quellen erzeugt: Die Menschen (jeder Mensch gibt durchschnittlich 80-100 W Wärme ab), die Beleuchtungskörper und die Abwärme der Haushaltsgeräte.

- Fast 25% der Wärmeenergie sind bereits bei einem Niedrigenergiehaus passiv-solare Gwinne über die Wärmeschutzgläser! Trotzdem würde die Vergrößerung der Fensterflächen bei einem Niedrigenergiehaus keine energetischen Vorteile bringen, da durch Transmission ein Verlust in der gleichen Größenordnung gegenübersteht.

Die Situation beim Passivhaus: Auch hier sieht man auf der Gewinnseite interne und Solare Gewinne in der gleichen Größenordnung.

Das Passivhaus ist durch die gestellte Aufgabe und durch die zwangsweise notwendige Perfektion die höchstmögliche Stufe der Bautechnologie.
Die Transmissions-Wärmeverluste über die Gebäudehülle müssen beim Passivhaus auf ein Minimum reduziert werden. Dazu gehört ein sehr guter Wärmeschutz, eine kompakte Gebäudehülle, die Vermeidung von Wärmebrücken und die Luftdichtheit.

Die notwendige Wärmedämmung der Gebäudehülle
durchschnittliche Dämmstoffdicken der Gebäudehüllen in Europa (1995) Passivhäuser benötigen bei Dach und Wand k-Werte zwischen 0,1 und 0,15 W/(m²K). Dies entspricht Dämmschichtdicken von 25-40 cm. Diese Dämmstoffdicken sind für Deutschland ungewöhnlich. Die Grafik zeigt, dass die europäischen Nachbarn im Wärmeschutz von Gebäuden bereits weit voraus sind:

In unseren Nachbarländern Frankreich, Schweiz und Österreich dämmt man mit 60% mehr Dicke. Bei den nordischen Ländern Norwegen, Finnland und Schweden hat der Ölschock der 80er Jahre ohne gesetzlichen Zwang zum weitgehendsten Wärmeschutz geführt.

Die Anforderungen an die Wärmedämmung sind mit dem isorast-System leicht zu erfüllen: Der 37er- Dickwandstein mit seinem k-Wert von 0,14 ist das Idealprodukt für Reihen- und Geschossobjekte, der 43er-Superdickwandstein mit k = 0,11 für freistehende Einfamilienhäuser.

Neben der notwendigen Dämmschichtdicke muss eine Gebäudehülle bei einem Passivhaus zudem kompakt ausgeführt werden, möglichst verbunden mit einer größeren Südseite: Ein Kreis, ein Achteck, ein Quadrat, ein Halbkreis, eine Ellipse oder ein nicht allzulanges Rechteck sind die bevorzugten Formen. Hier ist das sog. A/V-Verhältnis, das Verhältnis von Außenfläche zu Volumen, besonders günstig. Die sog. "thermische Gebäudehülle" soll möglichst klein sein bei möglichst viel Wohnfläche. Auskragende Erker und Balkone innerhalb der thermischen Gebäudehülle (Primärstruktur) verbieten sich beim Passivhaus: Diese sog. "Sekundärstruktur" wird außerhalb angeordnet.

Das gezeigte Dreifamilienhaus ist das inzwischen berühmte "Blaue Haus" in der Fritz-Kalle-Straße in Wiesbaden: Dort wurde durch Anbau mit dem isorast-Dickwandstein die Wohnfläche um 50% vergrößert. Trotzdem wurde der Heizenergiebedarf um 50% reduziert. Die Altbausanierung führte zu einem guten Niedrigenergiehaus. Bei einem Neubau hätte man bei gleicher Architektur problemlos den Passivhaus-Standart erreicht.

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